Unser Namensgeber

Frère Roger - der Namenspatron unserer Einrichtung


Frère Rogers bürgerlicher Name war Roger Louis Schutz-Marsauche. Er war der Jüngste von neun Geschwistern. Obwohl sein Vater reformierter Pfarrer war, gab er seinen Sohn Roger bei einer katholischen Witwe in Kost, als er die Gemeinde wechselte. So ermöglichte er Roger eine höhere Schulbildung, die am neuen Wohnort nicht realisierbar gewesen wäre.

Von 1937 bis 1940 studierte Roger evangelische Theologie in Lausanne und Straßburg. Am 20. August 1940 kam er nach Taizé (Burgund, Frankreich). Dort versteckte er mit seiner Schwester Geneviève und Freunden Flüchtende (vor allem Juden und Oppositionelle) vor dem Zugriff der Nationalsozialisten. 1942 besetzte die Gestapo das Haus und verhaftete die Bewohner. Schutz, der gerade einen Flüchtling in die Schweiz gebracht hatte, blieb dort bis zur Befreiung Taizés 1944. Nachdem Schutz mit drei Freunden nach Taizé zurückgekommen war, kümmerte er sich um Kriegswaisen, aber auch um deutsche Kriegsgefangene, obwohl die einheimische Bevölkerung das damals für unpassend hielt.

Aus dieser Arbeit ging 1949 die Gründung der Communauté de Taizé hervor, einer ökumenischen Bruderschaft. Frère Roger hat keine eigene Theologie entwickelt, sondern zeitlebens auf eine Versöhnung der christlichen Konfessionen hingearbeitet. „Lieben und es mit seinem Leben sagen“ war sein Lebensziel, das er auch Millionen Jugendlichen in Taizé mit auf den Weg gab. Zur Communauté de Taizé gehören heute etwa einhundert Brüder aus über 25 Nationen. Darunter befinden sich Katholiken, Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen und Anglikaner.

Frère Roger baute die Aktivitäten der Gemeinschaft kontinuierlich aus. Ein besonderes Anliegen ist die Solidarität der christlichen Brüder mit den Ärmsten der Armen. Seit 1951 leben Brüder aus Taize in Gemeinschaften mit Besitzlosen in Asien, Afrika und Lateinamerika zusammen.

1970 kündigte Fr. Roger ein „Konzil der Jugend“ an, dessen Hauptversammlung vom 28. August bis 2. September 1974 stattfand. Das "Konzil" machte Taizé weltweit bekannt. 1979 wurde das religiöse Jugendtreffen in dieser Form vorläufig ausgesetzt und ging in einen „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“ über.

Nahezu gleichzeitig mit der Eröffnung des Weltjugendtags 2005 wurde am Abend des 16. August 2005 Frère Roger, vier Tage vor dem 65-jährigen Jubiläum seiner Ankunft in Taizé, beim Abendgebet in der Versöhnungskirche der Communauté de Taizé von einer psychisch kranken Frau mit einem Messer tödlich verletzt. Frère Roger wurde auf dem Friedhof neben der romanischen Dorfkirche Église Sainte-Marie-Madeleine in Taizé beigesetzt.

(Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie)

Weitere Informationen über die Communauté de Taizé finden Sie hier...

 

„Lieben und es mit seinem Leben sagen“


Am 24. Juni 2006 wurde das „Kinderzentrum Augsburg“ in einem feierlichen Rahmen offiziell in „Frère-Roger-Kinderzentrum“ umbenannt.

Seit diesem Tag ist uns das Lebenswerk und das Lebensziel von Frère Roger „Lieben und es mit seinem Leben sagen“ eine Orientierung in unserer täglichen pädagogischen Arbeit.

Jeden Sommer besuchen Jugendliche aus dem Frère-Roger-Kinderzentrum die Communauté in Taizé und nehmen dort an den Jugendtreffen teil.

Ein fester Bestandteil ist auch unser traditionelles jährliches Taizé-Gebet am Vorabend unseres Sommerfestes, an dem die Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter unserer Einrichtung , aber auch viele externe Freunde und Gäste unserer Einrichtung gerne teilnehmen.